Sechs einfache Tricks gegen Milchstau

Schmerzen beim Stillen

Mit unserem Ratgeber erfahrt Ihr, was man unter Milchstau versteht, welche Ursachen infrage kommen und vor allem was Ihr gegen einen Milchstau tun könnt. Das Stillen des eigenen Kindes ist für viele junge Mütter ein äußerst intimer Moment. In kaum einer Situation sind sich Mutter und Kind so nah wie während des Stillens.

Leider ist das Stillen des Kindes gerade am Anfang allerdings häufig mit unangenehmen Schmerzen für die Mutter verbunden. Fast immer ist die Ursache für diese Schmerzen in der Brust ein sogenannter Milchstau. Mit unserem Ratgeber erfahrt Ihr, was genau man unter Milchstau versteht, welche Ursachen infrage kommen und vor allem was Ihr gegen einen Milchstau tun könnt.

Was ist ein Milchstau und wie äußerst er sich?

Als Milchstau bezeichnet man generell den Zustand, dass sich in der Mutterbrust zu viel Milch befindet. Dies zeigt sich für junge Mütter oft auf sehr unangenehme Art und Weise. Anzeichen für einen Milchstau können beispielsweise sehr harte und pralle Brüste sein. Dies ist oft mit Druckempfindlichkeit, einem unschönen Spannungsgefühl in den Brüsten und seltener auch mit gereizter Haut verbunden. Glücklicherweise könnt Ihr diesen Symptomen aber ganz einfach entgegen wirken.

Welche Ursachen hat ein Milchstau?

Am Anfang der Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind ist es ganz normal, dass sich die Produktion der Muttermilch in der Brust und das Trinkverhalten des Kindes noch nicht aufeinander abgestimmt haben. Daher ist die Wahrscheinlichkeit eines Milchstaus in den ersten Wochen besonders hoch.

Ob nun zu viel Milch in der Mutterbrust produziert wird, das Baby nicht effektiv genug saugt oder der Milchspendereflex nicht perfekt funktioniert – üblicherweise pendeln sich diese Anfangsprobleme des Stillens schon nach kurzer Zeit wieder ein. Allerdings gibt es auch nach einigen Wochen, wenn Mutter und Kind sich eigentlich schon eingespielt haben sollten, noch die Möglichkeit für einen Milchstau.

Mögliche Ursachen sind beispielsweise:

  • Ein sich ändernder Tagesrhythmus
  • Zu seltenes Stillen
  • Zu viel Stress, große Erschöpfung und Krankheiten
  • Ein zu enger BH
  • Längerer Aufenthalt bei Zugluft

Was kann ich gegen einen Milchstau tun?

Eines der besten und effektivsten Hilfsmittel gegen einen Milchstau ist Wärme. Wie wäre es etwa mit einer heißen Dusche, einem entspannten Bad in Eurer Badewanne oder einfach einem warmen Waschlappen? Auch eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Dinkelkissen helfen wahre Wunder gegen die Schmerzen in Eurer Brust. Bestenfalls massiert Ihr Euch die erwärmten Brüste im Anschluss vorsichtig – oder lasst Sie behutsam von Eurem Partner massieren.

Letztlich geht es allerdings darum, dass sie überschüssige Milch aus der Mutterbrust entfernt wird. Am besten geht dies natürlich, indem Euer Kind trinkt. Daher solltet Ihr Euer Baby etwa alle zwei Stunden stillen. Wechselt dabei immer wieder die Position, damit die Milch gleichmäßig abgetrunken wird.

Als Faustregel gilt dabei, dass das Kinn des Kindes die Stelle markiert, von der am meisten abgetrunken wird. Sollte Euer kleiner Schatz partout zu wenig trinken, dann könnt Ihr die überschüssige Muttermilch ganz einfach ausstreichen oder auch abpumpen.

Großmutters Hausmittel

Darüber hinaus gibt es einige alte Hausmittelchen, die bereits seit Generationen von Mutter zu Mutter überliefert werden:

  • Tragt lockere Kleidung sowie einen ausreichend großen BH
  • Nutzt Quarkwickel, um das Spannungsgefühl zu vermindern
  • Kühlt Eure Brüste nach dem Stillen behutsam
  • Gönnt Euch viel Ruhe, Entspannung und Schlaf – gerne auch gemeinsam mit Eurem Baby

Wann sind Schmerzen in der Brust besorgniserregend?

Mit unseren Tipps sollten die Schmerzen, die von einem Milchstau herrühren, schnell und einfach zu bekämpfen sein. Sollte sich nach zwei Tagen keine Besserung abzeichnen oder Ihr sogar Fieber bekommen, dann solltet Ihr unbedingt Euren Arzt oder Eure Hebamme kontaktieren. Dies könnte nämlich ein Hinweis auf eine Brustentzündung (Mastitis) sein, gegen die in der Regel nur Antibiotika helfen.

Ein Milchstau kann ganz schön schmerzhaft und belastend für junge Mütter sein. Mit unseren Tipps und Tricks sollten die Schmerzen, die so ein Milchstau mit sich bringt, schnell passé sein. So können Mutter und Kind das Stillen schnell wieder als intimen und liebevollen Akt genießen.

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