Tipps zur Rückbildungsgymnastik nach einem Kaiserschnitt

Den Beckenboden trainieren

Genauso wie Geburtsvorbereitungskurse stellt die Rückbildungsgymnastik nach der Geburt des Kindes für viele junge Eltern einen äußerst wichtigen Termin auf der Baby-Agenda dar. Die speziellen Rückbildungskurse helfen Euch dabei, Euren Beckenboden sowie Eure Beckenbodenmuskulatur nach der Geburt wieder zu trainieren und zu stärken.

Vor der Geburt Eures Babys entspannen sich diese nämlich deutlich, um die Geburt für die Mutter zu erleichtern. Während der Rückbildungsgymnastik geht es nun darum, den Normalzustand Eurer Beckenbodenmuskulatur behutsam wiederherzustellen.

Warum Rückbildungsgymnastik erst recht nach Kaiserschnitt?

Während Ihr normalerweise bereits sechs bis acht Wochen nach der Geburt mit der Rückbildungsgymnastik beginnen könnt, heißt es für Euch im Falle eines Kaiserschnitts: Ruhe bewahren! Die Narbe, die durch Euren Kaiserschnitt entstanden ist, schränkt Eure Bewegungsfähigkeit ein und kann während den Trainingsübungen schmerzen.

Daher solltet Ihr unbedingt abwarten, bis Euer Arzt und Eure Hebamme Euch grünes Licht für den Start der Rückbildungsgymnastikkurse gegeben haben. Dies sollte in der Regel zwischen der achten und zwölften Woche nach der Geburt Eures Kindes der Fall sein. Allgemein gilt in puncto Rückbildungsgymnastik bei einem Kaiserschnitt, dass Ihr es langsam angeht und Euch und Euren Körper nicht zu sehr belastet.

Wann fange ich mit den ersten Übungen an?

Um Euch auf den richtigen Rückbildungskurs vorzubereiten, empfiehlt es sich, bereits im Wochenbett in der Klinik mit ersten leichten Trainingsübungen zu starten. Eure Hebamme oder Eure Krankenschwester steht Euch dabei zur Seite und sagt Euch genau, wie und wie oft Ihr welche Übungen ausprobieren sollt.

Gerade in diesem frühen Stadium nach der Geburt ist es für Mütter allerdings äußerst wichtig, dass Ihr Euch nicht übernehmt. Legt lieber häufige, aber dafür kurze Trainingsphasen ein, anstatt Euch bei langen Einheiten zu verausgaben und Euren Körper zu überfordern.

Wie sieht der eigentliche Rückbildungskurs aus?

Unabhängig davon, ob Ihr nun einen Kaiserschnitt hattet oder, ob Ihr Euer Kind auf dem üblichen Weg auf die Welt gebracht habt – den Kurs zur Rückbildungsgymnastik solltet Ihr erst dann beginnen, wenn Ihr die Erlaubnis Eures Arztes und Eurer Hebamme habt. Normalerweise bietet Eure Krankenkasse Rückbildungskurse an oder finanziert diese in vollem Umfang.

Die Profis zeigen Euch nun spezielle Übungen, durch die Ihr Euren Beckenboden sowie Eure Beckenbodenmuskulatur langsam wieder kräftigt. Vergesst nicht, dass es bei der Rückbildungsgymnastik um Eure Gesundheit und den Aufbau Eurer Muskulatur geht. Es ist nicht das Ziel, den Schwangerschaftsbauch abzutrainieren. Hier solltet Ihr viel Geduld aufbringen, um Euch nicht unnötige Schmerzen zuzumuten.

Und bei einem Kaiserschnitt?

Gerade dann, wenn Ihr einen Kaiserschnitt hattet, bedeutet die Rückbildungsgymnastik einen äußerst wichtigen Schritt. Allerdings müsst Ihr Euch für diesen auch einige Zeit nehmen. Es gibt keinen Grund, zu hetzen!

Schont Euren Körper und beginnt erst dann mit einem Rückbildungskurs, wenn Ihr das ausdrückliche „Go!“ von Eurem Arzt bekommen habt. Wenn Ihr es dann auch weiterhin behutsam angehen lasst und auf Euren Körper Rücksicht nehmt, dann ist Eure Beckenbodenmuskulatur schon bald die Alte.

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